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Pressespiegel - Stimmung, Spaß und Erinnerungen
Mit freundlicher Genehmigung des , hier der aktuelle Artikel vom Jubiläumsabend 2011.

»Roadebicher Eulen«: Kurzweiliges Jubiläum: Zum 50. Geburtstag der Roadebicher Eulen liefert ein Wombacher das Prüße-Grußwort - Armin Lang nach über 200 Auftritten Ehrenmitglied



Lohr-Rodenbach



Seinen 50. Geburtstag feierte der Rodenbacher Carneval Verein (RCV) am 11.11. mit vielen Gästen und einem Rückblick unter dem Motto »Das Beste aus 50 Jahren Eulenfasching«. Unter anderem traten Mäse und Pipperl und die Gruppe Fri-Fra-Tho-Sch auf.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Kurt Völker, übernahm Sitzungspräsident Thomas Schwab die Moderation zu einer Dia-Schau. Schwab flocht in seine Anmoderationen Bilder aus über 50 Jahren Roadebicher Foasenacht ein. Unter anderem war die »Geburtsurkunde des Vereins« zu sehen, das Flugblatt, mit dem Heinz Grübel und Fritz Schwab »alle zukünftigen aktiven und passiven Narren« zur Gründungsversammlung am 11.11.1961 eingeladen hatten. Von den 18 Rodenbachern, die diesem Aufruf gefolgt waren und den Verein gegründet hatten, konnte Schwab sieben auf der Bühne begrüßen, um ihnen den Eulen-Jubiläumsorden zu überreichen. Anwesend waren: Siegfried Handel, Friedrich Heidenfelder, Helmut Heidenfelder, Winfried Heidenfelder, Hubert Völker, Jakob Sammetinger und Fritz Schwab. Auch von den Büttenrednern des ersten Bunten Abends der Eulen am 17. Februar 1962 waren einige anwesend. Zu Bildern ihrer ersten Auftritte bekamen sie die neue Anstecknadel des Vereins verliehen.

In ihrem Grußwort wies Rosemarie Stenger darauf hin, dass sie nicht nur als stellvertretende Bürgermeisterin immer wieder gerne zu den Eulensitzungen kommt. Sie überreichte ein Kuvert mit einem Scheck zur weiteren Förderung des Vereins.

Im Anschluss an die Ehrungen boten die Eulen einen bunten Reigen aktueller und ehemaliger Programmpunkte in einer unterhaltsamen Zusammenstellung, die bis weit nach Mitternacht dauerte.

Ersatzfrau im Männerballett



Den Anfang machte das Männerballett mit einem schwungvollen Rock'n'Roll. Die Tänzer waren Andreas Bernard, Max Hörnes, Stefan Kreser, Kilian Nicht und Lukas Nicht, sowie ihre Choreografin Selina Rüb, die für Martin Emrich einspringen musste, der sich den Fuß gebrochen hatte. Als die drei Gebrüder Dünn traten Frank Schwab, Roland Schwab und Klaus Handel mit einer Darbietung auf, die sie 1975 bereits als Kinder auf die Bühne gebracht hatten. Urkomisch waren sowohl Darbietung, als auch die Optik, da sie sich ihrer Kinderinstrumente von vor 36 Jahren bedienten.

Ins offene Grab



Da dies der 75. Auftritt von Klaus Handel war, sollte er den üblichen Ehrenorden der Eulen erhalten. Da kein Fünfundsiebziger greifbar war, überreichte ihm Schwab einen Fünfundzwanziger und einen Fünfziger mit dem Hinweis, er müsse die beiden halt zusammenrechnen. Ein traditioneller Programmpunkt seit den ersten Veranstaltungen der Eulen sind die Tratschweiber. Die derzeitigen Vertreter dieser Spezies, Ute Parr und Anita Hilpert, bewiesen einmal mehr, dass es nicht nur frauenfeindliche, sondern auch männerfeindliche Witze gibt.

Der Dorfchronist Fritz Schwab hatte in seinem Archiv gewühlt und wusste von haarsträubenden Ereignissen aus 50 Jahren Ortsgeschichte zu berichten, unter anderem von jener Nacht, als es nacheinander drei Rodenbacher fertig brachten auf dem Friedhof in ein offenes Grab zu stürzen. Das frühere Männerballett kam noch einmal als Hennen und Gockel in farbenprächtigen Kostümen auf die Bühne. Zur Choreografie von Christina Lang tanzten Thomas Freimuth, Klaus Handel, Jürgen Völker, Norbert Völker und Sven Weis. Da dies der 50. Auftritt von Thomas Freimuth war, erhielt er ebenfalls einen Ehrenorden. Ihnen folgte die Gruppe Fri-Fra-Tho-Sch (Fritz, Frank und Thomas Schwab) mit einem Medley ihrer »größten Hits«.

Im Laufe der Jahre hatten sie über Fernwasser und Chrom im Grundwasser genauso gesungen, wie über Kunstdünger, der irrtümlich als Streusalz verwendet wurde und als Schneezement wirkte oder aber dem Angler, der seine Tomaten mit Fisch düngte, was zu einem fischigen Geschmack der Tomaten führte. Zu Gitarre und Ukulele brachten sie als Zugabe noch einen aktuellen Stimmungshit mit dem Refrain »Jetzt kommt Stimmung auf, denn es ist Fasching bei den Eulen.« Dem konnten auch Uwe Lattin und Michael Schecher für die Gastvereine aus Neustadt und Lohr in ihren Grußworten zustimmen. Die Wombicher Klöaßköpf hatten zu diesem Zweck sogar eine eigene Kapelle mitgebracht und sangen den Eulen ein Gstanzl das laut Sitzungspräsident Markus Ullrich von Herzen kam und nach Ansicht seines Rodenbacher Kollegen teilweise spürbar unter Schmerzen »gesungen« wurde. Und natürlich schafften es die Klöaßköpf, dass der verhinderte Bürgermeister Ernst Prüße dann doch noch ein Grußwort sprach, in Person von Thomas Ullrich.

Den Abschluss des stimmungsvollen Abends bildete der Auftritt von Mäse und Pipperl (Walter Hilpert und Armin Lang). Auch sie hatten tief in ihr Archiv gegriffen und brachten sehenswerte Zaubertricks, zwerchfellerschütternde Gags und sogar ein Ukulelenduett speziell zum Jubiläumsabend. Armin Lang, der jahrzehntelang in der Vorstandschaft mitgewirkt hatte, unter anderem zehn Jahre als 1. Vorsitzender, und über zweihundert Mal für die Eulen auf der Bühne stand, wurde vom aktuellen Vereinsvorsitzenden Kurt Völker zum Ehrenmitglied des Vereines ernannt. Die Laudatio hielt sein langjähriger Bühnenpartner Walter Hilpert in seiner unnachahmlichen Weise, immer haarscharf an der Grenze zwischen Lob und Verulkung.

Es war schon weit nach Mitternacht, als Thomas Schwab die Gäste verabschiedete und daraufhin wies, dass es am 10. und 11. Februar 2012 Neues von den Eulen bei ihren Eulensitzungen geben wird. Der Kartenvorverkauf hierzu wird am 15. Januar sein.


ts
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